Leben an sich

Dienstag, 12. Mai 2009

Die kulinarischen Kuriositäten des Alltags, Part 2

Heute: Latte Macchiato mal selbstgemacht

Nun, hier mag man sich fragen: Und? Steckt man ein Pad in die Kaffeemaschine, drückt auf 'nen Knopf, fertig ist der Macchiato.
Da ich allerdings nur im Besitz einer Oldschool-Filterkaffeemaschine bin, komme ich so einfach leider nicht an dieses Getränk. Meine Alternativen für einen schnellen Latte Macchiato sind:
1. Runter in die Straße rennen und mir beim Bäcker oder in einem Café einen kaufen
2. Latte Macchiato-Pulver aus der Tüte mit heißem Wasser übergießen
3. Aus Espresso und Milch selber einen Macchiato mixen

Letzteres hab ich nun also versucht. Die beiden anderen Varianten habe ich allerdings auch schon mal getestet (empfehlenswert für ein Pulverkaffeegetränk ist der Latte Macchiato aus der Tüte von Nescafé, eher abraten würde ich von dem von Krüger).

Aus Mangel an Espressomaschinen musste auch hier Espressopulver herhalten, aber das gute von Jacobs. Auf der Rückseite der Packung steht sogar, wie ich zu meinem Traummacchiato gelange, super!

Zunächst allerdings hätte ich mein Kaffeegetränk leider mit fast mit Essig zubereitet...der Wasserkocher wurde gerade eingeweicht (also, mit Essig) und mir fiel es erst auf, als ich merkte, dass das Geräusch, welches er gerade produziert, nicht nach kochendem Wasser klang...
Den Wasserkocher also mehrmals ausgespült und ausgekocht, dann nochmal von vorne.
Milch in einen Topf geschüttet und vorsichtig erwärmt, Wasserkocher an und das heiße Wasser über das Pulver geschüttet. Der Espresso war also schon fertig, auf die Milch wurde noch gewartet.
Da ich auch kein Latte Macchiato Glas besitze hab ich den Espresso von der Espressotasse in eine normale Kaffeetasse umgefüllt. Dieser Blogeintrag könnte auch unter dem Titel "Wie ich in möglichst kurzer Zeit mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Geschirr dreckig mache - und das völlig sinnfrei!" laufen...
Die Milch hab ich dann eher in lauwarmen Zustand als wirklich heiß in die Tasse zu dem Espresso geschüttet. Nachdem mir einmal eine Käsesauce angebrannt ist und das Saubermachen des Topfes wirklich kein Spaß war, bin ich da wohl leider zu übervorsichtig...mit den hübschen Schichten wurde es schon mal nichts (hätte ich in der Tasse eh nichts von gehabt), auch wirklich heiß war das Getränk nicht.
Zudem musste ich auch auf die obligatorische Milchschaumkrone (zum Löffeln oder zum sich albern damit bekleckern und hoffen so auf ein Werbeplakat zu kommen) verzichten, ich wollte jetzt nicht versuchen, auch noch Milch aufzuschlagen...
Auch Sahne gab's keine. Insofern kann man meinen Latte Macchiato doch als ziemlich improvisiert bezeichnen.
Und das geschmackliche Fazit? Nun, es schmeckte zugegeben, nicht viel schlechter als ein gekaufter, aber auch nicht viel besser als der aus der Tüte. Hatte was von Kaffee mit zuviel Milch (es war auch glaub ich zuviel Milch...und zu kalte Milch), aber mit typischer Espressonote. Zudem hatte die Milch einen komischen Beigeschmack, der schätzungsweise daher kam, dass ich zu 7/8 fettarme Milch benutzt habe, aber noch den Rest der Vollmilchpackung dazugeschüttet habe...was weg muss, muss weg!

Die Fortsetzung folgt im nächsten Blogeintrag mit dem verheißungsvollen Titel "Wie Jana spät Abends Espresso trank, die ganze Nacht nicht schlafen konnte und sich einmal komplett durch ihre Plattensammlung hörte"
Stay tuned...

Donnerstag, 5. März 2009

Die kulinarischen Kuriositäten des Alltags, Part 1

Heute: Natto

Wer hat nicht schon viel davon gehört?
Zuerst eine Kurzdefinition von Wikipedia:
Natto ist ein traditionelles, sehr nahrhaftes japanisches Lebensmittel aus vergorenen Sojabohnen.

Nun war auch ich seit Dienstag im Besitz einer kleinen Styroporschachtel, die betreffendes Lebensmittel enthalten sollte.
Gefunden in einem der vielen asiatischen Lebensmittelmärkte (Geldwäscheanlagen?) in Hamburg, in der Tiefkühltruhe.
Den ganzen Dienstag schleppte ich diese Schachtel also mit mir herum, in der ständigen Angst, sie könne auslaufen - denn vor dem Geruch warnte man mich mehrfach.

Erst heute bin ich dann aber dazu gekommen, es zu probieren.
Und zugegeben: Es gehörte etwas Überwindung dazu. Man hört ja vieles von Natto - es sei schleimig, klebrig, sehr salzig, stinkt bestialisch, hinterlässt noch Stunden später einen Nachgeschmack im Mund...und genau auf das alles hab ich mich eingestellt.

Wurden meine Erwartungen erfüllt? Jein.

Ich entschloss mich dazu, Natto mit Reis zu probieren - so, wie man es mir für's "erste Mal" empfohlen hat.

Also die Büchse der Pandora aus dem Kühlschrank geholt und Reis gekocht.
Als der Reis dann verzehrbereit auf dem Tisch stand wagte ich es, die Schachtel zu öffnen.
Natürlich brach alles Schlechte über mich herein (kleiner Scherz). Nein, was ich sah war genau das, was ich erwartet habe - ein kleiner Haufen Bohnen in klebrigem Sojaeiweiß, abgedeckt mit einer Folie. Dazu zwei kleine Tütchen - gefüllt mit Sojasauce und Senf.
Als ich vorsichtig daran roch war ich überrascht, kaum etwas riechen zu können. Das änderte sich aber schnell, als ich die Folie entfernte. Aber ich kann nur sagen - ich hätte es mir schlimmer vorgestellt.
Als ich die Folie zum Mülleimer bringen wollte, stellte ich fest, dass das daran klebende Sojaeiweiß lange Fäden quer durch die Küche gezogen hat (Gummitwist-Witze erspare ich der Leserschaft an dieser Stelle). Sämtliche Geschichten über die Konsistenz von Natto sind also wahr!
Einige verklebte Möbelstücke und Finger später, ging ich dazu über, den Haufen verklebter Bohnen brav mit Senf und Sojasauce zu dekorieren.
Dann legte ich etwas von dieser explosiven Mischung auf meinen Reis. Und...probierte.

Nun, was passierte? Nicht viel, muss ich gestehen.
Da der Reis etwas fester war fiel das Kauen der Bohnen nicht umbedingt auf. Genauso wie das klebrige Sojaeiweiß. Der ausgemalte Ekelanfall aufgrunde der Konsistenz blieb also aus, das war kein Problem.
Aber der Geschmack...der ist so eine Sache. Zunächst einmal: Für mich als Salzfan war das nun wirklich nicht "sehr" salzig.
Das erste, was ich schmeckte war der Senf. Nur Senf. Dann ein bisschen Sojasauce. Und dann...nun, der Geschmack von Natto ist in der Tat schwer mit etwas zu vergleichen. Allerdings trägt es meines Erachtens einen starken Gärungs-Geschmack mit sind (wenn man sich das so vorstellen kann). Es war weitaus herber als erwartet. Irgendwie erinnerte es mich an die letzten Tropfen Bier in der Flasche, zu deren 'Genuss' man sich jedes Mal wieder zwingen muss.
Nun würde ich Natto dem letzten Schluck Bier aber doch auf jeden Fall vorziehen. Es war auch nicht wirklich eklig, aber doch sehr eigen. Im Prinzip schmeckte es wie es roch. Oder zumindest ging es ziemlich in die Richtung. Vielleicht kann man es vergleichen mit Sojasauce ohne den typisch salzigen Geschmack. Auf jeden Fall aber schmeckt man deutlich heraus, dass man hier etwas Gegorenes zu sich nimmt.
Nach einigen Gabeln voll hat man auch definitiv genug. Der Geruch setzt sich an Geschirr und Fingern ziemlich fest und auch der Geschmack ist wirklich so penetrant, wie man oft erzählt bekommt. Aber als Tipp: Grüne Paprika essen, dann ist der Natto-Nachgeschmack schnell verschwunden.

Fazit? Weniger schlimm als erwartet, aber auch kein wirklicher Hochgenuss. Vielleicht in einigen Monaten mal wieder, ihr wisst ja - die Hoffnung bleibt. Jetzt ist aber erstmal wieder Schluss mit Natto.

Dienstag, 23. Dezember 2008

...

Ich bin ein inkonsequentes Stück, ja. Manchmal. Aber ich darf das. Morgen ist auch Weihnachten. Und ich wünsche mir *tatatataaa* Socken!
Und zwar diese (auch wenn ich sie nicht bekommen werde, habe sie ja gerade erst entdeckt...) -

2599_-

Viel cooler als diese Klaviaturschals.

Begebe mich wieder in den Winterschlaf. Mal sehen wie lang diesmal.

Mittwoch, 27. August 2008

Wisst ihr...

...was so richtig scheiße ist? Was einen total nervt?

Wenn man auf der Toilette sitzt, einem die Klopapierrolle runterfällt, wenn man gerade ein Stück abreißen will...und man dabei ein riiiiesiges Stück Klopapier von der Rolle abgerollt hat. Das wieder aufzurollen, liebe Blogleser, macht nämlich wirklich keinen Spaß.
Ab sofort werd ich das Riesestück immer abreißen, rot anmalen und als "Roten Teppich" mit mir rumschleppen. Damit gleich jeder weiß, mit wem er's zu tun hat. Ha!

Das interessiert euch nicht? Ich dachte immer, ein Blog ist für sowas da...

Sonntag, 6. Juli 2008

Vorfreude

Ja, ich freue mich gerade übermäßig auf den morgigen Tag, der ja eigentlich schon heute ist.

Denn dann werde ich mir wieder ein paar Stückchen der

Nestlé Weiße Schokolade mit Crisp,

die im Wohnzimmer im Schrank liegt abbrechen. Und essen.
Ja. Morgen wird ein großartiger Tag.

Donnerstag, 12. Juli 2007

...

Abschiede sind ein Arschloch. Das muss man mal sagen.
Aber immerhin war das ein gelungener Abschied, Standing Ovations gibt's nun auch nicht so oft. An diesem Sonnerkonzert hatte auch wirklich jeder irgendwie Spaß. Selbst die verpatzten Stellen sind niemandem aufgefallen ( "Wie, das Klavier ist einmal ausgefallen?" ).
Immerhin muss ich jetzt nicht mehr "Wie wär's mit "Sally Gardens"?" fragen, ich kann es jetzt hören, wann ich will. Und die Schuhe werde ich garantiert noch des öfteren tragen ( wenn ich steppen könnte, könnte ich in ihnen steppen! ). Das Kleid eher nicht, außer ich schau mal beim WGT vorbei...
Der Abend resultierte nachts in einem sehr surrealistischen Traum, ich sollte ihn verfilmen, er hatte alles, was das Indie-Kino verlangt ( Matratzen, finstere Gassen, ein nackter Junge, eine dicke Chinesin ).

Sonntag, 8. Juli 2007

"Der Boden ist nicht kalt" - aber matschig

Soo, das diesjährige Hurricane Festival ist nun doch schon einige Zeit her, und es fällt auf: Keinen scheint es mehr zu interessieren!?! Vor kurzem mühte ich mich ab, ein "Ranking" der beim Hurricane gesehenen Bands zusammenzustellen und ein paar Worte dazu in ein Forum zu schreiben, aber eine Woche nach dem Festival scheint das Hurricane schon vergessen zu sein und viele Mernschen sind wohl auch schon mit den Vorbereitungen fürs nächste Festival beschäftigt.
Trotzdem werde ich hier noch ein paar Worte darüber fallen lassen, wohl eher für mich selbst, die meisten Leuten, die mich fragten, wie es denn so war, haben ja schon einen mehr oder minder ausführlichen Bericht erhalten.

Fangen wir mit den äußeren Umständen an : Schon am Donnerstag beim Zelteaufbauen ( bzw. aufbauen lassen... ) wurde das erste Paar Schuhe vom Schlamm unbrauchbar gemacht. Die halbe Stunde im Schlamm vor der Bänderausgabe war wohl zuviel. Und überhaupt: Alles war voller Matsch! In dem Gewühl vor mir stand ein junger Mann mit schlammverschmiertem Rucksack und Schlafsack auf dem Rücken, der mit dem Gepäck auf seinem Rücken scheinbar nicht umgehen konnte und mich damit mehrfach rammte, bis ich schließlich mindestens ebenso verdreckt war, wie er. Zum Glück konnte ich ja am nächsten Tag nochmal zuhause in Ruhe duschen und mir ein anderes Paar Schuhe mitnehmen.
Erwähnen sollte ich wohl noch, dass es ununterbrochen regnete, nur Sonntag kam die Sonne mal raus und bescherte mir einen kleinen Sonnenbrand. Das nächste Mal sollte ich auch lieber die 5€ teurere Zeltvariante mit Innenzelt wählen, da das so-called "Sommerzelt" ziemlich undicht war und sowohl wir als auch unsere Sachen auch im Zelt nicht vor dem Regen geschützt waren...aber hey, es war nicht so schlimm wie das Unwetter letztes Jahr! Im Prinzip war es wohl auch gut, dass sich die Sonne eher spärlich sehen ließ, denn im Sonnenschein stieg die Temperatur im Zelt in sekundenschnelle auf gefühlte 45°C.
Das Gelände und besonders der Bereich um das Coca Cola Zelt herum und der Bereich vor dem Wellenbrecher der blauen Bühne bestanden zu großen Teilen einfach nur noch aus Schlamm, der gelegentlich von feststeckenden Schuhen dekoriert war.

Soviel dazu, jetzt aber zum Wesentlichen eines Festivals - den auftretenden Bands.
Schon im Vorfeld war das Line-Up viel hübscher anzusehen, als das vom diesjährigen Rock am Ring Festival : Allgemein schienen die Bands eher an eine ältere Zielgruppe gerichtet, trotzdem wurde beachtet, dass für jeden was dabei war:
Für die Leute, die ein Festival als "Party-Wochenende" sehen gab es Bands wie z.B. Less Than Jake, La Vela Puerca, Dropkick Murphys - und natürlich Deichkind, zu denen es sich sicher gut im Schlamm tanzen lässt. Für die Freunde aufwändiger Bühnenshows war der Herr Manson da. Für die Hype-Mädchen gab es mit Brandon Boyd von Incubus, Brian Molko von Placebo und den Jungs von Sugarplum Fairy was zum Anschauen, für die Jungs gabs dafür im Gegenzug Maja Ivarsson von The Sounds und Juliette Lewis.
Und so weiter...

Freitag war ein sehr entspannter Tag, was das Anschauen von Bands betrifft, so ging es erst am späten Abend auf zum Zelt um Johnossi und The Blood Brothers zu sehen.
Erstere scheinen sich ( vielleicht durch die Tour mit Mando Diao ) schon einen gewissen Hype-Status erspielt zu haben, wenige Bands wurden an diesem Wochenende so gefeiert wie Johnossi, dennoch fand ich deren Musik eher langweilig. Typische Indiehorst-Tanzveranstaltungs-Musik, soll heißen: Einen Song von ihnen kann man gerne mal in der Indie-Disco hören bzw. zu ihm tanzen, aber mehr muss nicht sein. Und zum Zuhause-hören wohl auch nicht sooo geeignet. Die Blood Brothers hab ich ja nun im Februar schon im Hamburg live erleben dürfen, wie im Februar war das ein guter Auftritt - aber auch nicht mehr. Natürlich macht es Spaß, dieser Band zuzuhören und auch zuzusehen, aber an irgendwas scheint es zu fehlen, vielleicht zünden die neueren Sachen live einfach nicht so.

Samstag gab es nun schon mehr Bands, auf die ich mich freute. Los ging es gegen Mittag mit den Fotos, die ich auch vor einigen Monaten schonmal gesehen hatte. Die Setlist hatte sich auch kaum verändert, das Publikum war diesmal aber angenehmer. Wieder ein guter Auftritt, Fotos machen live einfach noch ein bisschen mehr Spaß als auf CD. Zum Abschluss gab es auch wieder das "Remmidemmi"-Cover.
Dann ging es erst gegen Nachmittag weiter mit der nächsten Band: Mogwai. Leider standen vor uns drei Manson-Fans die an keiner der vorher spielenden Bands Interesse zu haben schienen ( bis auf Bloc Party ). Schön und gut, aber deswegen muss man doch nicht ununterbrochen reden? In so einer Lautstärke? Am schlimmsten war ein Mädchen dieser Gruppe, die einfach mal so vor die Bühne pinkelte und während des Mogwai-Auftritts "Langweilig!" dazwischengröhlte.
Mogwai hätten nun wohl auch besser ins Abendprogramm gepasst, dennoch fand ich den Auftritt sehr schön, besonders aber gegen Ende hin wurd es ziemlich toll, da schaffte man es dann auch mal die nervige Menschen vor einem auszublenden.
Arcade Fire sollten nun gleich im Anschluss spielen, leider wurde der Auftritt auf 45 Minuten verkürzt. Zu Arcade Fire sei im Vorfelde noch gesagt, dass ich sie immer mit nannte, wenn man mich fragte, auf welche Bands ich mich denn besonders freue. Ihr erstes Album "Funeral" hab ich lange nicht richtig beachtet oder intensiv gehört, erst in der Zeit, in der ich für meine mündliche Prüfung lernen musste, hab ich es ziemlich oft gehört und musste feststellen, dass es nicht nur um Klassen besser ist als das zweite Album "Neon Bible" sondern auch besser, als die meisten anderen Alben überhaupt. Wobei ich sagen muss, dass ich mir "Neon Bible" auch irgendwie schön gehört habe, es sind doch einige wunderbare Songs drauf, nur leider fallen einige Songs dazwischen ziemlich ab.
Arcade Fire schaffen auf der Bühne etwas, das wohl keine andere Band kann. Da ist ein Haufen Menschen auf der Bühne und jeder einzelne legt soviel in jeden Song, als ob sie um ihr Leben spielen würden. Wenn ich da lese, dass jemand diesen Auftritt "Belanglos" fand, dann ist das schon mehr als verwunderlich ( das ist noch ziemlich schwach ausgedrückt, aber ich will ja niemanden beleidigen ).
Am ehesten ist dieses Zusammenspiel auf der Bühne vielleicht noch vergleichbar mit den Decemberists...und trotzdem ist das, was Arcade Fire da machen, doch wieder was ganz anderes, größeres.
Danach wurde dann die Bühne gewechselt und Modest Mouse begannen genau zum richtigen Zeitpunkt ihren Auftritt. Einen Auftritt, der mich irgendwie nicht so erreicht hat. Trotz der markanten Stimme und der vielen Instrumente überzeugte mich der Auftritt nicht so wirklich, er wirkte irgendwie gelangweilt und eher das Gegenteil von ambitioniert. Keinesfalls schlecht gespielt, aber mehr auch nicht.
Um einen Platz in den vorderen Reihen für Bright Eyes zu ergattern stellten wir uns schon zu den Manic Street Preachers vor den ersten Wellenbrecher. Zu dieser Band möchte ich gar nicht viel sagen, außer, dass sie mir nun gar nicht gefielen und ich damit schon mit dieser Band abgeschlossen habe.
Bright Eyes waren da schon ganz anders. Leider kenne ich das neue Album nicht und somit waren mir aus dem Set ganze zwei Songs bekannt...schade, aber da kann der Conor ja nichts für. Der trat ganz in weiß mit Band auf und legte einen schönen Auftritt hin. Gehörte nun nicht umbedingt zu meinen Lieblingen des Festivals, aber Bright Eyes bescherten trotzdem einige tolle Momente.
Bei Interpol war ich nicht nur schon sehr müde sondern auch schon ziemlich durchgefroren, was dazu führte, dass meine Aufmerksamkeit gegen Ende ziemlich nachließ. Trotzdem gefiel mir der Auftritt sehr, auch wenn viele Menschen eher das genaue Gegenteil behaupten würden. Interpol scheinen einfach keine wirklich schlechten Songs zu haben. Im Gegenzug dazu haben sie dafür einige Songs, die man schon fast als "Übersongs" bezeichnen möchte. Man sollte wohl auch nicht mit falschen Erwartungen an einen Interpol-Auftritt herangehen, man kann nicht erwarten, dass zu "Leif Erikson" Instrumente zerstört werden oder eine Kamera eingetreten wird...
Interpol werd ich mir dann wohl auch, wenn es möglich ist, im November in Hamburg nochmal ansehen, das haben sie verdient.
Für Interpol haben wir dann leider Aereogramme verpasst, deren Auftritt ziemlich großartig gewesen sein soll - daran zweifel ich nun wirklich nicht.

Sonntag war dann wieder eher entspannt.
Gegen Mittag wurden in der Sonne Isis bewundert, von denen ich nun kaum was kannte, aber ich glaube jeder Mensch, der nur einmal in seinem Leben ein Instrument in der Hand hielt, kann, wenn er Isis so auf der Bühne sieht, nur staunend den Kopf schütteln und sich wundern, wie man sowas zustande bringen kann. Trotz des seltsamen Platzes im Timetable ( zwischen Howling Bells und Sugarplum Fairy, zur Mittagszeit ) ein wunderbarer Einstieg in den Tag!
Weitergehen sollte es erst wieder gegen Nachmittag, in der Zwischenzeit wurden also Sachen zusammengepackt u.ä. und dann wanderten wir wieder zur grünen Bühne und sahen noch etwa ~25 Minuten des Auftrittes von Porcupine Tree ( nicht so meins ).
Die Kings of Leon im Anschluss waren aber auch nicht so meins. Sicher auch wieder einige tanzbare "Hits" dabei, die mir aber einfach nicht zusagen wollten.
Danach kam für uns dann die letzte Band des Tages - Sonic Youth. Hier wurde es ziemlich ziemlich voll, aber ein großer Teil der Leute war schon wegen der folgenden Band - Placebo - vor dem Wellenbrecher, man konnte sie meistens leicht erkennen, entweder an dem einen oder anderen auffällig angebrachten Placebo-Button oder an ihrem Geschlecht.
Was ich an Sonic Youth so schätze ist, dass ihre Songs anfangs auf einen flüchtigen Hörer klingen wie das vertonte Chaos, hört man jedoch näher hin bemerkt man den absolut durchstrukturierten Aufbau jedes Songs, natürlich wird hier und da effekhaschender Lärm eingebaut, aber dennoch sind die Songs kompliziert und durchdacht konstruiert ( am ähnlichsten vielleicht noch mit dem Genre Klassik vergleichbar ). Im Gegensatz zu den meisten Bands, die ihre Songs streng durchstrukturieren, klingt es bei Sonic Youth eben nicht danach.
An dieser Stelle ein Zitat aus einem Roman von Ann Brashares: "Auf Lena wirkte dieser Song wie eine Eins in einem Test, eine gelöste Matheaufgabe, ein säuberlich ausgefülltes Formular. Aber nach Musik hörte sich das für sie nicht an. Sie zog gebrochenere Farben vor. ( es geht um einen Song von Paul Simon ). Und eben das passiert bei Sonic Youth nicht, sie können beides - konstruieren und wieder einreißen.
Mal abgesehen davon, macht es einfach Spaß ihnen auf der Bühne zuzusehen ( und natürlich zuzuhören...auch wenn ich kaum was aus dem Set kannte ). Haufenweise Gitarren und eine Band, die immernoch Spaß an dem hat, was sie tut.

Damit hatte das wunderbare Festivalwochenende auch schon einen unheimlich tollen Abschluss gefunden.
Ab jetzt aber nie wieder Festivals ohne Gummistiefel.

Freitag, 1. Juni 2007

Für irgendwelche Titel bin ich jetzt wirklich zu faul...

Um mich in meine Rolle als So-Gut-Wie-Abiturientin hineinzuleben musste ich natürlich gleich einige Dinge erledigen, die zum Abiturientenleben ( also, zum Leben eines ganz frischen Abiturientens zumindest ) einfach dazugehören:

- Sämtliche Nicht-Abiturienten damit ärgern, jetzt keine Schule mehr zu haben. "Oh, also ich hätte jetzt ja jeden Tag Zeit, weißt du." / "Bei dir fällt morgen die erste Stunde aus? Cool. Also ich muss ja gar nicht mehr zur Schule..."

- Lauthals über ein Idiotenapostroph an einem CD-Regal lästern

- Ein Kleid mit Hawaiiblumen-All-Over-Print in neonartigen Farben anprobieren ( Sah übrigens unglaublich scheiße an mir aus, sowas können nur südländische Kaffeewerbungs-Ischen tragen )

- Dem Feierzwang entgegentreten mit einem "Nee, keine Lust", obwohl ja "alle da sind". Und? Mir doch egal. Stattdessen Super RTL schauen. Ghibli against Alcohol. Wie indie! Oder nerdy?

- Nach Bildern von 80er-Popstars und 90er-Boygroups googlen und sich darüber unglaublich zu amüsieren. Man kann diese Bilder auch einem geduldigen Mitmenschen zukommen lassen. Der freut sich entweder oder erklärt einen für völlig bekloppt

- Sich voller Freude einer Gruppe Menschen ( netter Menschen ) anschließen, die am Tag drauf zum Weinfest wollen. Schlechte Coverbands und Wein! Besser kann's gar nicht kommen. Übrigens mag ich Wein gar nicht, von dem Geruch kann einem regelrecht schlecht werden...

- Gleich ZWEI große Schüsseln Crunchy Nuts essen! Ha! Und mir ist immer noch schlecht...

Edit: leo.org übersetzt "nerdy" mit "intelligent, aber sozial unbeholfen", wie überaus hübsch ausgedrückt, google.de hingegen kennt nur das Wort "nerd", was mit "Sonderling" aber auch ganz klasse übersetzt wird

Montag, 3. April 2006

It's not so much a storm...

...but just a cloud that lives inside of me [ Alkaline Trio x Stained in satin ]

Wäre auch ein hübscher Titel für diesen Blog gewesen.
Überhaupt sind diese twoday.net Blogs viel schicker als die von livejournal.com oder myblog.de...

Ich hoffe, dieser Blog und ich werden 'ne nette Zeit miteinander haben...
Zum Usernamen & Titel wurde ich, wie man unschwer erkennen kann, von den sympathischen Fall Out Boy inspiriert, über die man ja sagen kann was man will - aber die ich trotz allen ( verständlichen ) Kritikpunkten mag.
Obwohl "shimmy quarter turn" auch ein toller Name gewesen wäre...aber das ist zuviel "wäre" für den ersten Eintrag, deswegen lass ich's jetzt und trinke lieber 'nen Tee...

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sarahs1987 - 23. Okt, 00:59

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