Eine Liebe zu den Tönen

Samstag, 21. August 2010

Short Cuts, Part 1

Im Schnelldurchlauf durch neue Tonträger in meiner Sammlung:

Menomena – Mines
Menomena verpassen dem meist recht anschmiegsamen Genre Indie-Pop gerne die Vorwarnung 'sperrig'. Welche Band aus diesem Genre veröffentlicht schon mal als zweites Album ein Instrumentalalbum, das eigentlich die Backgroundmusik zu einer Theaterproduktion werden sollte?
Nun, kennegelernt hat man Menomena auf "Friend And Foe" als etwas verschrobene Musiker, die wunderbare Melodien gerne hinter etwas Kauzigkeit verstecken ( kryptisch, nicht wahr? ).
"Mines" ist im Gegensatz dazu ziemlich gerade heraus. War man beim Vorgänger gerne mal länger damit beschäftigt damit, die Songstrukturen zu erfassen so springen sie einem hier gerne deutlich ins Gesicht. Instrumentale Spielereien werden homogener in den Song eingebaut. Insgesamt ist das Album solider Indie-Pop mit kleinen Psychedelic-Rock Überraschungen. Gerade die ersten vier Songs ragen heraus und verführen den Hörer zu von Euphorie beschwipsten "Ohmeingotthördirdasdochanwenndasnichtdersongdesjahresistweißichauchnichtmehr"- Ausrufen, aber im Mittelteil zeigt das Album doch deutliche Schwächen – weniger Überraschungen, mehr Gleichförmigkeit, mehr Längen. Das kann die Aufmerksamkeit des Hörers durchaus strapazieren. Für meinen Geschmack hätte das Album so gut zehn Minuten kürzer sein können, dass hätte es mich mehr begeistert, schätze ich. Trotzdem gut. Nur nicht so gut wie der Vorgänger. Aber auch "Mines" braucht ein bisschen Zeit, die ich "Mines" lassen werde. Und sollte ich in einigen Wochen wirr-begeistert "Ohmeingottdasistdasverdammtealbumdesjahresalter" rufen, dann darf man mir gerne nochmal diesen Eintrag unter die Nase halten.

Fazit: Weniger Klangfetzen, mehr Teppich, aber ein schöner in ungewöhnlichen Farben.

Shelleyan Orphan – Helleborine
Wenn zwei Menschen sich treffen und herausfinden, dem gleichen Poeten verfallen zu sein, und diese dann beschließen Musik zu machen, wie würde das klingen?
Shelleyan Orphan kennen die Antwort. In diesem Falle lautet sie: Es klingt nach sphärischen, schwelgendem Indie-Pop ( man könnte vielleicht auch noch ein 'Dream' dazwischenquetschen ), mit komplexen Arrangements, die deutlich von klassischer Musik inspiriert sind, vermischt mit einer engelsgleichen Frauenstimme, mit der man sich am liebsten zudecken möchte, und einer ebenfalls nicht von dieser Welt zu stammen scheinenden Männerstimme, die einem Lyrik vortragen. Oder kurz: Es klingt schlicht schön.
Droht ihr Debütalbum "Helleborine" zwischendurch mal etwas in der Masse der 80er Indie-Bands verlorenzugehen, so lässt es einen durch die eher ungewöhnlichen Instrumente für dieses Genre doch aufhorchen - Oboe, Klarinette, Fagott mischen einige der auf Albumlänge etwas schwächelnden Songs wieder auf. Eigentlich fühlt man sich während des gesamten Album ein bisschen so, wie das Cover aussieht – man liegt mit geschlossenen Augen in einer weichgezeichneten Welt aus rosa und grau.
Ich persönlich hätte der Platte aber etwas mehr Kanten gewünscht. Oder, um im Photoshop-Jargon zu bleiben: Etwas weniger 'Weichzeichnen', etwas mehr 'Kanten schärfen'.

Fazit: Ein Album, dass einen auf Wolken gehen lässt – aber irgendwann holt einen die Realität dann doch wieder ein.


Neal Morgan – To The Breathing World
Nur Schlagzeug und Gesang. Ungewöhnlich? Ein bisschen vielleicht. Anstregend? Nein, nicht bei Neal Morgan.
Der Mann, der Joanna Newsom nun schon seit Jahren als helfende Hand beim Arrangieren ihrer Songs und am Schlagzeug begleitet, kann auch ganz allein nur mit seinem Instrument begeistern.
Die Songs dieses Albums sind wirklich Songs und weniger experimentelles Drum-Noise-Wirrwarr, wie es zum Beispiel bei Nervous Cop der Fall ist. Nicht umsonst empfiehlt Neal gerne ( und mehrfach ) das Album mit Kopfhörern zu hören: Viele Stimmen, geschichtet im Hintergrund, sorgen für einen harmonischen Klang. Oft vergisst man ganz, dass man es hier nicht mit einem klassischen Bandalbum zu tun hat und dann fällt einem wieder erstaunt auf, dass man auch ganz ohne Gitarre oder Piano Melodie und Struktur in einen Song bekommt.
Neals Stimme ist angenehm, wie einem sicher schon auf der "Joanna Newsom and the Ys Street Band" EP aufgefallen sein dürfte, sein Schlagzeugspiel kann man mit ruhigem Gewissen virtuos nennen. Alles in allem bleibt er mit diesem Album ziemlich auf der sicheren Seite, ohne aber in Belanglosigkeit abzurutschen.

Fazit: Singer-Songwriter mal anders, erfrischend, interessant und tatsächlich auch schön.

Mittwoch, 17. Februar 2010

One step forward and a few steps back

Alle Musikrezensenten ( und wohl auch Musikhörer ) der Welt reiben sich bereits in heller Vorfreude die Hände – schließlich erscheint in ein paar Tagen Joanna Newsoms neues Album "Have One On Me".
Während sich also jetzt also viele Menschen viele schöne Worte zu diesem Album ausdenken geh ich mal ein paar Jahre zurück und höre mir die beiden ersten, in Eigenproduktion entstandenen EPs der Dame an, die das ganze losgetreten haben.

Ein bisschen könnte man das ganze schon als Märchen verkaufen, die Geschichte von dem Mädchen aus den Bergen mit güldenem Haar und roten Wangen, dass da am Fluss saß und auf ihrer Harfe gar bezaubernde Liedchen sang. Anstatt mit ihrem Gesang eine gute Fee anzulocken, lockte sie allerdings einen Waldschrat namens Will Oldham, besser bekannt als Bonnie Prince Billy an, der der holden Maid den Wunsch erfüllte, Konzertsäle in aller Welt zu füllen.
Ganz so lief es dann doch nicht ab, auch wenn man die Musikpresse, die Joanna Newsom nun seit Jahren mit Freuden als Elfe bezeichnet, auch ein bisschen verstehen muss – da sieht dieses Mädchen nun so aus, als wäre sie die Milkmaid mit der Father Lucifer aus Tori Amos gleichnamigen Song mal in love war, spielt noch dazu Harfe und kommt aus den Bergen.

Aber konzentrieren wir uns lieber auf das wesentliche, den eigentlichen Gegenstadt dieses Textes, der, oh Wunder, nicht Joannas Lieblingskreation von Gunne Sax oder ihr neuer roter Lippenstift ist, sondern ihre beiden ersten EPs "Walnut Whales" (2002) und "Yarn and Glue" (2003).

Joanna Newsom kommt, wie allgemein bekannt ist, aus einer sehr musikalischen Familie. Sie selbst sagt, ihre Familie sei eher klassisch veranlagt, was ihre Instrumente angeht – sie hatte ihren Harfenunterricht, aber warum sollte sie auch dazu singen? Das tat ja auch sonst niemand in der Familie. In Kalifornien studierte sie dann kreatives Schreiben, also war es nur eine Frage der Zeit, bis sie anfing, eigene Songs auf der Harfe zu schreiben und eben auch gesanglich zu begleiten. Es war also tatsächlich so, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt, nicht lang vor dem Entstehen der ersten EP, das erste Mal in ihrem Leben gesungen hatte.
Die EPs entstanden nun aus einem ziemlich pragmatischen Zweck, und nicht etwa, weil Miss Newsom plante groß herauszukommen. Um sich ihre Songideen merken zu können, nahm Joanna diese mit einem Fisher Price Tape Recorder (sic!) auf. Der Recorder verursachte auf seine alten Tage hin aber leider des öfteren Kabelsalat also bat Joanna ihren damaligen Freund Noah Georgeson (ebenfalls Musiker) ihre Songs per Computer aufzunehmen, einfach nur, damit sie die Songs nichts vergessen konnte. Gesagt getan, Joanna brannte sich ihre Songs auf CD, druckte schnell ein Cover aus und freute sich (ganz bestimmt).
Als Joanna dann anfing, kleine Auftritte zu spielen, schlug besagter Noah vor, sie könne doch ein paar Kopien dieser CDs zu ziehen, um sie zu verkaufen. Jemand aus ihrem Freundeskreis ergatterte ebenfalls Exemplare dieser CDs und drückte sie Will Oldham, nachdem dieser ein Konzert in der Gegend gespielt hatte, in die Hand. Und der Rest ist Geschichte.

Nun aber genug zur Geschichte um die EPs, 2002 nahm Miss Newsom also "Walnut Whales" auf, nach dieser EP wurde auch ihre erste Internetpräsenz benannt – eine gute Idee, ist zumindest meine persönliche Meinung, denn ich liebe diesen Titel. Er sieht durch Alliteration und gleiche Buchstabenzahl der Wörter schon mal toll aus, er klingt toll und noch dazu versprüht er irgendwie etwas von keltischer Mystik, die ja auch das Harfenspiel manchmal ausstrahlt (Joanna begann ihre Karriere als Harfenspielerin übrigens auch mit keltischer Harfe). Allerdings könnte der Titel genauso gut zu einem Kinderbuch passen. Mir würden sofort mehrere Ideen zu einer Sage oder zu einem Kinderbuch unter diesem Namen einfallen. Vielleicht ist das das schöne an dem Titel – er stimuliert die Phantasie. Übrigens gibt es tatsächlich ein US-Kinder-Bastelbuch, in dem aus Walnussschalen Wale gebastelt werden, das war auch ungefähr so meine Assoziation.
Der Titel "Yarn and Glue" ist nun nicht unbedingt weniger spannend, aber da ja der gleichnamige Song auf dieser EP sein Zuhause findet, macht man sich darüber erst Gedanken, nachdem man den Song kennt.
Das rührendste an diesen EPs ist wohl einfach der Gesang – Joanna Newsom sagte selber, dass sie sich zu dieser Zeit noch unwohl fühlte damit zu singen. Und ihre Stimme klingt tatsächlich so natürlich, wie sie einfach nur klingen kann, wenn jemand noch gar keine Übung im Singen hat. Hier und da hört man ein Kratzen, als wäre dies nun schon der zwölfte Versuch den Song fehlerfrei aufzunehmen und ihre Stimme wäre schon etwas überstrapaziert. Man hört kleine Unsicherheiten, mal stimmt das Timing nicht ganz und Miss Newsom hat mehr Worte als Töne und scheint dann schnell den Saiten der Harfe hinterherrennen zu wollen. Dann kommen die Worte wieder so zögerlich als würde sie sich fragen, was genau sie da eigentlich macht. Aber alles in allem macht gerade das den Charme dieser Aufnahmen aus. Diese Mischung aus Unbekümmertheit und Dissonanzen und dem Versuch, es richtig zu machen und den richtigen Farbton jedes Songs zu treffen. Dies trifft vor allem auf die erste EP zu, auf der zweiten klingt ihre Stimme schon wesentlich kontrollierter aber dadurch auch noch zaghafter.
Die EPs sind im Gegensatz zu dem Orchestersound von Ys und der neusten Liveaufnahmen sehr sparsam instrumentiert. Harfe, Piano und auch mal ein Xylophon reichen ja auch vollkommen aus.
Die meisten Songs dieser EPs kennt der geneigte Hörer ja auch schon vom "Milk-Eyed Mender" Album, auch wenn sie hier in einem etwas anderen Gewand erscheinen – statt mit Cembalo wird "Peach, Plum Pear" hier zum Beispiel mit einem warmen Keyboard-/E-Piano-Sound vorgetragen, und man kann es nicht anders als 'lebendig' nennen, wie Joanna sich durch diesen Song quiekt und quäkt. Bei den letzten Konzerten der Dame wurde der Song übrigens mit Harfe gespielt und bekam ein Orchesterfinale verpasst – eine schier unglaubliche Steigerung des Songs, mein Herz geht aber am meisten auf, wenn sie anstatt des 'I am blue' der Originalversion 'I was blue' singt. Mag vielleicht verrückt klingen, aber darüber freue ich mich ungefähr so, wie über ein schönes Geburtstagsgeschenk.
Ein weiterer bekannter Song, nun mittlerweile auf drei Tonträgern veröffentlicht, findet hier seinen Ursprung –" Clam, Crab, Cockle, Cowrie". Hier klingt der Gesang zur Harfenbegleitung noch etwas holprig, das Timing stimmt oft nicht ganz, aber die vorsichtigen Versuche, den Song schön zu singen und gesanglich schwierigere Parts geschickt zu umgehen ist schon irgendwie erfrischend.
Die weiteren bekannten Songs auf diesen EPs unterscheiden sich nicht großartig von ihrer späteren Milk-Eyed Mender-Version, meist klingen sie auf dem Album einfach ein bisschen ausgereifter, ein bisschen anders instrumentiert und sicherer gesungen.
Schade ist es natürlich, dass man die Entwicklung der Songs, die nur auf diesen EPs festgehalten wurden nicht weiterverfolgen konnte. "Yarn and Glue" hat einen auf sicher mehr als 20 Art und Weisen zu interpretierenden Text, ist für Newsom-Verhältnisse überraschend kurz ( unter zwei Minuten ) und lässt den Hörer bei einem Xylophon aufhorchen. Gerade von diesem Song hätte ich gerne eine Liveaufnahme im Stile ihrer derzeitigen Auftritte.
"Erin" beginnt mit hypnotischem Harfenspiel und wirkt musikalisch ein bisschen wie die kleine Schwester von "Sprout and the Bean" und hätte sich eigentlich wunderbar auf Joannas erstem Album gemacht, wäre aber auch nicht besonders aufgefallen.
Mit seinen knapp über sechs Minuten Länge tastet sich "Flying a Kite" schon eher in die Newsom-Gefilden vor, die man mittlerweile gewohnt ist. Ein schöner Klaviersongs über das Erwachsenwerden, ich vermute einfach mal, dass dieser Song vermutlich aus Joannas jugendlicheren Schaffensphasen stammt, der Text ist charmant naiv, stellenweise ein bisschen kindlich und weist nicht unbedingt die lyrische Dichte auf, die die meisten ihrer Songs besitzen, aber es ist auch mal schön, einen Text gleich auf Anhieb verstehen zu können, zumindest trägt sie ihn überzeugend vor, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt schon 21 war. Aber wer ist mit 21 schon erwachsen? Der Song plätschert auf seiner Länge leider ein bisschen dahin, könnte man sicher etwas mehr rausholen, gerade heute, aber zu dem Zeitpunkt gab es eben nur Joanna, ihre Harfe, ein Tasteninstrument und einen Computer.
Der letzte der 'verlorenen' Songs heißt "The Fray" und reiht sich brav ein zwischen die anderen Harp-only Songs. Der Song wirkt in sich sehr stimmig und geschlossen, vermutlich wäre er nach "Yarn and Glue" mein zweitliebster Song gewesen, den ich gerne nochmal auf einem Tonträger gefunden hätte.

Und während die Musikpresse nun durchdreht und sich fragt, ob sie die Rezension zum neuen Album lieber mit 'Give me hope, Joanna' oder 'Joanna – du geile Sau' betiteln wollen, lehne ich mich zurück und höre nochmal die EPs, mit denen alles angefangen hat. Und weiß im Grunde genommen, dass diese Frau und ihre Musik auch funktionieren ohne Stimmtraining und ohne Orchester.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

ラブレター

when i lose my sleep, it's you i miss.
[you know so well x sondre lerche.]

to be completely honest, you're not like all the rest.
[the night will go as follows x the spill canvas.]


because how i ever got to you, i have no idea.
it's like some secret door, well it just appeared.
so, no matter what i do from now on with my time, you will always stay here, in my mind.
i am certain of this, and i am not certain of anything.
[motion sickness x bright eyes.]

my problem is you made me melt and i don't want to be frozen anymore.
[have you ever x incubus.]

i can feel the distance getting close.
[china x tori amos.]

but your memory is here and I'd like it to stay
warm light on a winters day.
[pink bullets x the shins.]

i wish i was your favourite girl.
i wish you thought i was the reason you are in the world.
i wish my smile was your favourite kind of smile.
i wish the way that i dressed was your favourite kind of style.
i wish you couldn't figure me out,
but you always wanna know what i was about.
i wish you'd hold my hand when I was upset.
i wish you'd never forget the look on my face when we first met.
[nicest thing x kate nash.]

i just want to feel this way forever.
[nerdy x poison the well.]

Freitag, 5. Juni 2009

Der Kaiserin neue Kleider

Ein langer Weg in grobkörniger Aufnahme. Eine Frau, die ihn entlangschreitet. Die Kamera zoomt auf ihre Füße. Es sind hübsche Füße in hübschen Designer-High Heels. Die Kamera hält auf die Füße. Dann schwenkt sie über den Körper der Frau, der in ein Designer-Kleid gehüllt ist, das wir nun in allen Details betrachten dürfen. Die Kamera behält nun das Gesicht der Frau im Objektiv. Ihre Haare wehen leicht im Wind. Ihr Blick ist in die Ferne gerichtet und man kann nicht genau festlegen, ob er bedeutungsschwer oder eher ausdruckslos ist.

Diese Szene ist nicht der neue TV-Spot eines bekannten Modehauses – nein, so oder so ähnlich spielen sich die meisten der so genannten Visualettes ab – die kurzen Videos, von denen eines für jeden Song des neuen Tori Amos’ "Albums Abnormally Attracted To Sin" gedreht wurde.
Schon lange bevor der eigentliche Albumtitel feststand, kamen dem Tori-Fan einige Infos über das Schaffen seiner Lieblingspianistin zu Ohr: Die Gute schreibt jetzt ein Musical, ihr neues Album wird damit aber nichts zu tun haben, aber jeder Song des neuen Albums wird einen Kurzfilm untermalen.
Die Kurzfilme sind mit der Zeit also zu den Visualettes geworden. Und mit Verlaub – ich hätte die Kurzfilm-Geschichte doch interessanter gefunden. Nur wenige der Visualettes schaffen es, eine gewisse Atmosphäre aufzubauen (das sind häufig die, mit Szenen von der Tour 2007), sie sind weder Fisch noch Fleisch – kein Musikvideo im klassischen Sinne aber auch kein Kurzfilm. Einige untermalen den dazu passenden Song sehr schön und bieten neue Sichtweisen auf den Text, aber viele wirken einfach nur wie eine Modenschau. Dazu der ewig gleiche Blick, nur in einem Video blitzt ein Lachen auf, das Bild wechselt von grobkörnig zu gestochen scharf. Und immer wieder: Toris neue Kleider. Und Schuhe. Und Taschen. Aber nicht nur Tori ist neu eingekleidet, auch die Damen der American Doll Posse dürfen sich mal wieder sehen lassen – Pip war anscheinend sogar beim Friseur!

Aber genug zu den Visualettes. Klang es im Vorfelde so, als wäre das Album auf diesen Filmchen aufgebaut, wirken sie jetzt eher wie ein nettes Extra zum neuen Album. Und das ist es ja eigentlich, was zählt: Tori Amos hat ein neues Album aufgenommen! 17 Songs an der Zahl umfasst das Werk. Ein Grund zur Freude. Mag man annehmen.

Nun war ich von ihrem letzten Album doch so enttäuscht, dass ich keine hohen Erwartungen hegte. Ich hab auch die diversen Streams, die vor Veröffentlichung den Weg ins Netz fanden nicht gehört. Nur die Single "Welcome to England" tat ich mir einmal an (war nicht begeistert) und die Liveaufnahmen von "Curtain Call" und "Lady in Blue", wobei hier vor allem ersteres zu überzeugen wusste.
Leider muss ich sagen: Ich bin wieder nicht zufrieden. Auch, wenn mich dieses Album doch positiver stimmt also Toris Posse.
Der Opener "Give" war schon mal ein kluger Schachtzug: Düster, ein bisschen elektronisch – erinnert doch an "From The Choirgirl Hotel" Zeiten. Eigentlich ja das, was man sich immer gewünscht hat: Dass Tori wieder zu ihrem alten Sound, der ihr doch so gut stand, zurückkehrt. Jedoch klingt der Song in meinen Ohren etwas angestrengt, vielleicht auch überproduziert? Egal, jedenfalls stimmt er einen doch erstmal hoffnungsvoll. Und leider hat uns Tori da mal wieder an der Nase herumgeführt. Denn was jetzt kommt, klingt wie ein Album, das nicht von einer sondern von vielen vielen Personen aufgenommen wurde. Will meinen: Eine in sich nicht immer stimmige Mischung aus vielen verschiedenen Stilen. Hier gibt es Songs, die nach alten Zeiten klingen, Songs, die eher nach den letzten Alben klingen und Songs, die für Tori neu erscheinen. Eines muss man ihr ja lassen: Irgendwas neues, bis dato untypisches für sie, kommt fast immer mit auf Toris Alben. Auf diesen Alben wären das zum Beispiel die Bubblegum-Pop Hymne "500 Miles". Oder auch "Fire To Your Plain", mit seinem dahinplätschernden Swing. Beide Songs werden von vielen Leuten 'gehasst' – ich muss sagen, ich schätze die gelöste Stimmung, die von beiden Songs ausgeht. Unangestrengt, beschwingt – hätte ich den Song von wem anders im Radio gehört, wäre es für mich einer dieser Radiohits geworden, über die man sich immer wieder freut und laut mitsingt (die man aber nicht unbedingt im Tonträgerformat besitzen muss).

Was mir an diesem Album besonders fehlt, sind die Hits, die Songs, die man wochenlang im Dauerrepeat hören muss. Selbst die von mir nicht unbedingt geliebten Alben "The Beekeeper" und "American Doll Posse" hatten davon je mindestens zwei. Hier bleibt das für mich leider aus. Viele gute Songs, viele wirklich tolle Ansätze werden leider im Keim erstickt. So fängt beispielsweise "Strong Black Vine" unheimlich viel versprechend an, geht dann aber in der dick aufgetragenen Instrumentierung völlig unter. Auch das tolle "Curtain Call" hätte ich mir weniger stark instrumentiert gewünscht, es bleibt aber trotzdem einer der besten Songs des Album – düster, melancholisch, Piano, zu Herzen gehend. Ein weiterer Song, der gut in die "From The Choirgirl Hotel"-Zeit gepasst hätte: "Starling". "Starling" wäre perfekt, wäre da nicht diese Bridge…
Ein weiteres Element, das gelegentlich an dem Album stört: Die Synths. Besonders bei Lady in Blue stören sie mich aber auch ohne sie wäre der Song vermutlich von dem Gitarrensolo gen Schluss abgewertet worden, aber trotzdem, gerade in Abendstunden ein schöner, entspannter Ausklang für das Album, auch wenn mir das schöne, sparsamer instrumentierte "Ophelia" als Schluss noch besser gefallen hätte).
Auch textlich bringt es Tori auf diesem Album bei vielen Songs mehr auf den Punkt als damals. Selbst vor Paarreimen, mit denen man früher niemals gerechnet hätte, wird jetzt kein Halt mehr gemacht. Ihre Stimme schwankt zwischen leicht rau & kratzig, leicht lasziv ("Police me") und süßlich ("Flavor"). Auch ihre neuen Musical-Erfahrungen lassen sich bei "That Guy" deutlich heraushören (für Musicalhasser vermutlich unerträglich, mir gefällt es ganz gut, auch wenn es ungewohnt ist).
Eben das bestärkt den Eindruck, die Frau, die dieses Album gemacht hat, war nicht immer die gleiche Frau.
Insgesamt kann man allerdings sagen, dass Tori mit diesem Album für meinen Geschmack mehr richtig gemacht hat als bei der Doll Posse: Mit "Curtain Call", dem textlich ziemlich interessanten Piano-only-Song "Mary Jane" und "Fast Horse" beruft sie sich auf alte Stärken die auch mit neuen Elementen verknüpft werden. Auch die leicht cheesy Songs "500 Miles" und "Fire To Your Plain" bringen mich zumindest in gute Stimmung.
Leider liegen dazwischen auch Ausfälle wie die Kitschballade "Maybe California" (deren Text mich als Nicht-Mutter leider gar nicht anspricht und durch ihre extrem betonte Aussprache der Schlagwörter dieses Songs doch ganz gut zu nerven weiß) und das uninspirierte "Not Dying Today".

Fazit? Tori war shoppen, ja. Doch neben ihren neuen Designer-Fummeln trägt sie auch gerne den einen oder anderen Schatz aus ihrem Kleiderschrank. Aber manchmal dauert es ein bisschen, bis man sich endgültig für einen Stil entschieden hat.

Und sperrt mal bitte ein paar Gitarren weg, wenn Tori ins Studio kommt!

Montag, 6. April 2009

Top 10, Teil 3

Nach einer kleinen Pause geht es hier nun fröhlich weiter.
Einige, der letzten vier Alben meiner Top 10 waren für mich wohl weniger eindeutig als die bisher genannten…aber trotzdem hat jedes einzelne Album es verdient, hier in dieser Liste zu stehen.

The Weakerthans – Reconstruction Site
Was würden die einschlägigen Musikmagazine zu den Weakerthans sagen? Eine klassische Indie-Rock Band mit Folk-Einschlag vermutlich.
Was würde ich zu den Weakerthans sagen?
Hm. Zunächst würde ich vielleicht erzählen, wie ich dieses Album kennen gelernt habe.
Der erste Song dieser Band, den ich hören durfte, war "The Reasons". Nun, nicht unbedingt ihr bester Song. Trotzdem stand er für mich irgendwie aus der Masse heraus. Vielleicht war es der nette Text, die nette Stimme, die nette Melodie, die im Ohr bleibt, die netten Gitarren, die gerade soweit schrammeln, dass man nicht spöttisch lächelnd die Augen verdrehen muss. Ja, nett traf mein erstes Urteil ganz gut, aber nicht nett in diesem negativ behafteten Sinne. Einfach irgendwie sympathisch.
Zumindest fühlte ich mich praktisch dazu gezwungen, das Album zu kaufen, auf dem eben dieser Song drauf ist – Reconstruction Site.
Und schon mit Manifest als Opener haben die Weakerthans einen völlig in der Tasche.
Ein Album, das in sich absolut stimmig ist und vor allem diese wunderbaren Texte, die irgendwie typisch für die Weakerthans sind, enthält. Texte, die man verstehen kann, aber nicht muss, die einen aufhorchen lassen und weit entfernt von Poesiealbum-Lyrik sind.
Ich sage es mal so: Wenn ich dieses Album höre, wünsche ich mir, ich hätte Französischunterricht von einem Pinguin bekommen. Ich wünsche mir, ich hätte eine Katze namens Virtute (oder Morrissey), die maunzend auf meinen Füßen liegt und dabei mein Leben analysiert. Versteht ihr?
Ansonsten: Einige Seiten zuvor gab’s einen kleinen Bericht zum Weakerthans-Konzert 2007. Vielleicht versteht man ja dann, was ich sagen möchte.

Zum Weiterhören: "Left & Leaving". Hat mit Aside ihren wohl größten Hit und noch viele andere schöne Songs.

Pavement - Slanted & Enchanted
Erschienen in den frühen 90ern. Damit ist das Debutalbum von Pavement das zweitälteste Album dieser Liste nach Pattis Horses. Weitere Parallele: Es ist das Album auf dieser Liste, das am zweitkürzesten in meinem Besitz weilt.
So, Pavement ist ein klassischer Vertreter auf Top 10 Listen.
Warum nun gerade auch in meiner? Und warum dieses Album?
Ich besitze von Pavement nur ein weiteres Album: "Crooked Rain", der Klassiker. Es hat mir immer gut gefallen, war aber nichts, an dem wirklich mein Herz hang. Es hat mich auch nicht wirklich neugierig auf mehr von Pavement gemacht.
Die "Slanted & Enchanted" habe ich etwa drei Jahre nach der "Crooked Rain" gekauft. Ich war in letzter Zeit häufig über den Titel gestolpert, es war günstig und ich fand (und finde) das Cover unheimlich toll. Außerdem haben Debutalben häufig etwas Spannendes an sich, vor allem, wenn man das spätere Werk einer Band bereits ein bisschen kennt.
Nun, ich hab dieses Album nach dem Kauf wirklich oft gehört. Und was soll ich groß dazu sagen? Es ist Lo-Fi-Geschrammel, das ein gelbes Ausrufezeichen verdient hätte. Es ist stellenweise wirklich nicht unbedingt gut abgemischt. Manchmal wirkt es sogar etwas unbeholfen, im Vergleich zur "Crooked Rain".
Trotzdem hört man hier eine Band, die genau weiß, in welche Richtung sie gehen will. Die es schafft, ein Album voller toller Songs aufzunehmen, von denen kein großer Hit heraussticht, aber einem trotzdem alle im Kopf bleiben. Die es schafft, einen tatsächlich auch irgendwie zu berühren. Und dabei meines Erachtens weitaus interessanter klingt, als auf dem vermeintlich reiferen "Crooked Rain".
Ich war nach dem ersten Hören begeistert und bin es noch immer. Mir gefällt die Energie und diese Jungenhaftigkeit dieses Albums. Punkt.

Zum Weiterhören: Nun ja..."Crooked Rain" eventuell?

Arcade Fire - Funeral
Was habe ich mit mir gerungen, bis ich mich entschlossen hab, dieses Album auf diese Liste zu setzen. Warum weiß ich auch nicht so genau. Zu Klischee? Zu lange nicht gehört? Überhört?
Als ich das Album am Freitag im überfüllten Zug gehört hab und trotzdem auf einmal das Gefühl hatte, ich wäre mit der Band irgendwo ganz allein, wusste ich, dass ich es nennen muss.
Anfangs habe ich dieses Album schändlich missachtet. Kurz nachdem es erschien, lieh ich es mir in der Bücherei auf und hörte es nachts. Ja, es gefiel mir. Aber ich hörte es nur einmal und vielleicht noch ein zweites Mal unaufmerksam. Mir entging völlig die Schönheit und Einzigartigkeit, die dieses Album an sich hat. Natürlich zog ich mir eine Kopie von dem Album, die ich aber so gut wie nie gehört habe.
Es dauerte noch einige Jahre, bis das Album bei mir völlig zündete. Nach mehrfachem, diesmal intensiverem Hören schlich es sich langsam, aber sicher an.
Die Überschwänglichkeit dieses Albums. Die Art, wie ein Song mittendrin einfach umgeworfen wird und völlig anders weitergeht als erwartet. Die Art, wie ein Song wie "In The Backseat", den ich anfangs immer nach den ersten paar gesungenen Zeilen mit einem Augenrollen stoppte, sich so unglaublich aufbauen kann und schließlich in etwas gipfelt, dass bei jedem Menschen irgendwelche Gefühle auslösen muss. Wie ein Song wie "Wake Up", der nun wirklich nicht dem klassischen Schmachtfetzen entspricht, einen mehr rühren kann als jede noch so als emotional betitelte Ballade. Wie die Hits des Albums so gar nicht die Aufdringlichkeit eines typischen Indie-Hits haben.
Natürlich hab ich mir das Album so schnell wie möglich nachgekauft. Und meine Kopie verschenkt. Dafür erntete ich einige Wochen später auch ein "Ich wollt mich noch mal bedanken, dass du mir dieses Album gezeigt hast."

Zum Weiterhören: Vielleicht die EP, ich find es ja schön zu sehen, wie die Band sich so entwickelt hat. Außerdem ist die Aufmachung auch sehr gelungen. Ansonsten: The Kissaway Trail, Arcade Fire in jung, noch nicht ganz ausgereift und dänisch.

Weezer - Pinkerton
Und schon wieder Klischee! Aber hey, was soll's?
Am 05.02.2006 schrieb ich einen Eintrag zu diesem Album in mein so-eine-Art-Tagebuch. Das war etwa einen Monat, nachdem ich es gekauft habe.
Um diesen Eintrag zusammenzufassen:
Wenn man sich das Album anhört, kann man es schon mal chaotisch, in sich nicht stimmig oder es bei Songs wie "Tired Of Sex" für textlich banal halten. Passend dazu die optische Aufmachung. Was hat das alles zu bedeuten und mit dem Album zu zun? Aber sieht man näher hin entdeckt man viele kleine Details, wie die Graphik auf der Rückseite oder die Landkarte im Tray. Das alles zusammen ergibt irgendwie wieder Sinn. Wie auch die ganze Platte.

Oder in kurz: Das einzig wahre Emo-Album!
Und mit "El Scorcho" und wie ich es mit 14 kennen lernte verbinde ich auch einige nostalgische Erinnerungen, ja...

Zum Weiterhören: Danach geht kein Weezer mehr.

Merci an die Leser für's Durchhalten!

Donnerstag, 2. April 2009

Top 10, Teil 2

Ja, ich weiß - der heiß erwartete Teil 2. Die unglaubliche Spannung hat hoffentlich niemandem eine schlaflose Nacht bereitet.

idlewild - 100 Broken Windows
Eines der wenigen Alben nach "The Guest", bei dem ich sofort dieses "Lieblingsalbum"-Gefühl hatte. Nach dem eher "roheren" Album "Hope Is Important" scheinen idlewild die Punkelemente früherer Songs mal dagelassen zu haben, wo sie hingehören (in den 70ern? Kleiner Scherz...).
Dieses Album spielt mit simplen kleinen Musiker- und Aufnahmetricks, die einen, wenn man nicht genau probiert, das Album ganz genau in Einzelteile zu erlegen, immer wieder begeistern können (nach und nach Einsatz mehrerer Instrumente, Stimmen werden übereinander gelegt, ein leises Keyboardklimpern, gaaanz weit in den Hintergrund gemischt...).
Dazu Texte, die man verstehen kann, aber nicht muss. Die man in mehrere deuten könnte, auch wenn die einem manchmal ganz eindeutig erscheinend. Schnelle Songs mit einer gewissen Energie und Leidenschaft, wenn auch ohne die alten etwas noisigen Parts. Langsamere Songs, die sich vor zuviel Kitsch retten können und trotzdem berühren. Songs wie "Idea track" und "Let me sleep" die man sofort als seine Lieblingssongs bezeichnen möchte.
Was fürs Herz! Ohne den Frauenzeitschriften-Hype zu fürchten.

Zum Weiterhören: Kenne sonst nur "Hope is important", das, wie gesagt, etwas ruppiger klingt, aber auch gut ist. Das Nachfolgealbum "The Remote Part" soll auch noch empfehlenswert sein.

Wilco - Yankee Hotel Foxtrot
Was haben dieses Album und ich doch nicht alles erlebt!
Nun, über dieses Album stolperte ich, als der Musikexpress es zum Album des Jahres 2002 wählte. Ich lud mir also einen Song davon runter, um mal reinzuhören (Anmerkung: So hab ich früher, als MySpace noch nicht in aller Munde war, immer in Alben reingehört - ein, zwei Songs runtergeladen, bei Interesse nochmal bei Saturn reingehört, bei Gefallen gekauft, MP3s gelöscht). Es war "War on War", was mir...nun, im Vorfeld vielleicht einen falschen Eindruck von dem Album vermittelte? Ich fand's zumindest nett.
Beim Urlaub bei einer Freundin im folgenden Jahr fand ich die CD also im Angebot bei Saturn und kaufte sie. Wir hörten sie einmal zusammen durch (ich glaube, sie fand es nicht so toll, und nannte es "country-mäßig"...hihi). Ich fand sie gut, aber wenn man zu zweit das erste Mal ein Album hört und dabei nicht umbedingt einfach nur konzentriert hört (man kennt das ja, zu zweit ist man ja doch irgendwie oft abgelenkt, wenn man nicht gerade mit weiteren Musik-Nerds im Raum sitzt, die ebenso gespannt lauschen wollen, wie man selbst), kann man sich schlecht ein richtiges Urteil bilden. Zumindest blieb mir nur "War on War" im Ohr. Das kannte ich ja schon.
Dann ereignete sich ein tragisches Ereignis: Durch widrige Umstände...ging die CD kaputt. Und ich ärgerte mich natürlich ziemlich und war so verärgert, dass ich sie nicht neu kaufen wollte. Stattdessen tröstete ich mich im folgenden Jahr mit Wilcos "Summerteeth"- Album. Das ich auch sehr mochte. Trotz der mysteriösen doppelten Tracks auf dem Album.
Einige Zeit später hatte ich das Glück, von meinem späteren Lieblingsmann die "Yankee Hotel Foxtrot" zu Weihnachten geschenkt zu bekommen. Somit hatte sich mein Problem von selbst gelöst. Und ich kann stolz behaupten, beide Versionen des Covers zu besitzen, mal in meinem Besitz gehabt zu haben (blau und beige...ich hätte die Papphülle in beige aufbewahren sollen, zum Wechseln, nach Stimmung...ach, ich mag beige eh nicht so).
Und natürlich gefiel sie mir wieder, ja. Aber auch hier dauerte es ein paar Hördurchgänge, bis mir auffiel, wie schön dieses Album wirklich ist.
Ja, dieses Album ist einfach schön. Aber nicht einfach...im Sinne von einfach. Dummerweise habe ich keine Worte mehr für dieses Album, denn über etwas Perfektes lässt sich nur schwer schreiben. Am besten einfach selber hören.
Nur noch eines: Warum hat plattentests.de damals eigentlich keine 10/10 gezückt? Oder zumindest 'ne 9...

Zum Weiterhören: "A Ghost Is Born", die mag ich danach am liebsten und ist nicht sooo weit entfernt, wie es die ganz frühen Werke Wilcos oder die neueren sind...die "Summerteeth" ist auch gut, "Via Chicago" ist live göttlich. Aber sie enthält auch einen der wohl schlimmsten Songs von Wilco. Wirkt im Allgemeinen wie ein etwas unbeholfener Versuch, langsam in Richtung "Yankee Hotel Foxtrot" zu marschieren.

Patti Smith - Horses
Dieses Album weilt nun leider noch nicht solange in meinem Besitz und ist daher wohl das "jüngste" Album meiner Sammlung, das hier genannt wird, obgleich es doch eigentlich das älteste Album dieser Top 10 ist...
Schon beim ersten Hören ahnte ich, das dieses Album sich sicher bald auf so einer Liste wiederfinden würde, auch wenn es total Klischee ist...denn welcher Indie-Horst setzt Patti nicht auf seine Top 5 oder 10 oder 50 Liste?
Auch wenn das Album nun mittlerweile über 30 Jahre alt ist, kann man sich vorstellen, was diese Energie dieses Albums, die teilweise wirren, erzählenden und auch brutalen Texte einer Lyrikerin und die einzigartige Stimme Pattis (die sehr zu ihrem damals androgynem Auftreten passt) damals in der Musikwelt ausgelöst hat.
Wenn man sich schon ein bisschen durch die Musikgeschichte der letzten Jahre gehört hat, fällt einem natürlich sofort auf, wer sich denn alles von Patti hat inspirieren lassen.
Auch in dem sehr empfehlenswerten Film "Als das Meer verschwand" / "In My Father's Den" von Brad McGann aus dem Jahre 2004 tauchen dieses Album und zwei der hervorstechendsten Songs des Albums ("Free Money" und natürlich "Land", das oft auch "Horses" genannt wird und synonym mit dem Album betrachtet wird) immer wieder auf. Sie waren der Soundtrack einer Jugend, einer jungen Beziehung. Und sind mit vielen Erinnerungen verknüpft. Patti Smith hatte einen besonderen Stellenwert im Leben dieser Menschen, sie hat etwas bestimmtes ausgelöst.
Auch ich gestehe, dass ich mich vor Pattis oftmals erwähnter phänomenalen Anziehungskraft nicht wehren konnte. Ja, sie löst etwas in einem aus. Ohne viel über sie zu wissen, faszinierte mich diese Frau und ihre Musik, obwohl ihre Band doch nur drei Akkorde beherrschte. Ich wollte sofort alles über sie wissen, ihre Geschichte erfahren, wissen, woher sie die Inspiration nahm, ein Album zu schreiben, das bis heute vermutlich die Inspiration für hunderte von jungen Bands ist.
Und nachdem ich mich zu Teilen durch ihre Biographie gearbeitet habe kann ich sagen - ja, das alles ist interessant und spannend, wenn auch nicht umbedingt Pattis Lebensweg an sich. Das schöne an der Sache ist, das Patti einen irgendwie dazu auffordert, sich weiterzubilden. Sie ist inspiriert von sovielen Lyrikern, Schriftstellern, Schauspielern, Musikern...dass man sich auch mit deren Werk beschäftigen möchte. Nick Hornby beschrieb ein Konzert von Patti einmal ähnlich, dass sie einen dazu auffordert, sich zu "bilden". Und nicht mit Scheuklappen durch die Welt zu laufen.
Abschließend ein Zitat aus "In My Father's Den":
[Zwei der Protagonisten, Paul und Celia, hören Pattis "Horses"]
Celia: "Mum wanted to sing like this?"
Paul: "Your mother wanted to be Patti Smith"

Zum Weiterhören: Die Nachfolgeplatte "Radio Ethiopia". War zwar ein kommerzieller Flop, ist aber sehr gut. Besonders "Radio Ethiopia"/"Abyssinia", beide Tracks live eingespielt (sind aber eigentlich eher irgendwie ein Track) ist ziemlich toll und beeinflusste offensichtlich unzählige Bands wie Hole und auch Sonic Youth, zumindest bestätigte Lee Ranaldo das. Aber erstmal "Horses" sacken lassen.


Fortsetzung folgt...just four to go!

Mittwoch, 1. April 2009

Haben Top 10 Listen eigentlichen irgendeinen Anspruch auf Ewigkeit?

Fragt: Besorgtes Mädchen, 21, Norddeutschland.

Nun, in diesem Falle machte sich das Mädchen (=ich) also Sorgen um die Top 10 zum Thema "allerliebste Lieblingsalben".
Gibt es ewige Lieblingsalben? Vermutlich ja.
Wird eine Top 10 Liste der Lieblingsalben für die Ewigkeit halten? Vermutlich nicht?
Und was ist mit Top 5 Listen? Doofe Frage.

Ich glaube, es gibt so ein paar wenige Alben von denen ich jetzt schon behaupten kann, sie werden zu meinen ewigen Lieblingsalben gehören. Einige sicher auf ewig in meiner Top 10 oder 5, einige vielleicht etwas weiter abgerutscht. Aber noch immer da.
Vor kurzem entdeckte ich in einem Online-Forum eine alte Top 5 Liste meiner Lieblingsalben ever. Ungefähr sechs Jahre alt, schätze ich? Da musste ich sie natürlich gleich mal erneuern und erweitern. Und hier niederschreiben. Gehört ja auch zum guten Ton für jeden Blog.
Here we go. Ohne Ranking.

Phantom Planet - The Guest
Da hat wohl niemand etwas anderes erwartet. Hab ich gekauft als ich 14 war. Und vermutlich war "The Guest" sowas wie meine erste große Liebe.
Nick Hornby sagte mal, dass man mit guten und geliebten Songs und Alben eigentliche keine Erinnerungen verknüpft, erinnern sie einen nach so häufigem Hören doch am meisten an den Song/das Album an sich.
Bei diesem Album drängt sich mir schon die Erinnerung auf, wie ich auf Klassenfahrt mit 14 in meinem Bett lag und das Album per Kopfhörer hörte. Eines der ersten Male. Es war unheimlich warm im Zimmer.
Nun, ich habe mich Hals über Kopf in dieses Album verliebt und das hält auch bis heute an, auch wenn ich es nicht mehr so oft höre wie damals. Es steht irgendwie für alles Gute, was mir je passiert ist und es ist von vorne bis hinten toll. So.

Zum Weiterhören: Das erste Album "...is missing" kommt diesem wohl am nächsten, ist nur noch nicht ganz so ausgereift. Das aktuelle Album "Raise the dead" ist auch gut, aber gefällt einem wohl nur besonders gut, wenn man "The Guest" noch nicht kennt.

Kettcar - Du und wieviel von deinen Freunden
Und ich frage mich: Waaa-rum? Ehrlich gesagt hör ich es kaum noch. Es hat mich nach den ersten Hördurchgängen damals, so mit 16, auch nie explosionsartig umgeworfen. Es gefiel mir sehr sehr gut, ja. Aber es konnte mir nicht richtig ans Herz wachsen.
Das ist dann erst passiert, als ich Kettcar das erste Mal live gesehen hab. Das hat die Lawine irgendwie losgetreten.
In dem gleichen Jahr habe ich sie noch drei weitere Male live gesehen und auf einmal machte es "Click" und auch das Album erschloss sich mir auf einmal. Da fand man auf einmal zwischen dem befindlichkeitsfixiertem Deutsch-Rock (aber at its best!) Zeilen, die einem aus der Seele sprachen oder einen noch jahrelang begleiten würden.
Noch immer eine meiner liebsten Livebands, aber auch ihre Alben möchte ich nicht missen. Ich fühl mich einfach wohl, wenn ich weiß, dieses Album irgendwo in meiner Nähe zu haben.

Zum Weiterhören: Beide Nachfolgealben sind nicht schlecht, ich mag "Sylt" aber ein bisschen lieber. Ansonsten: Tomte (haha!)

Tori Amos - Boys for Pele
Diese Frau begleitet mich nun seit ich 13 bin. Meine Geschichte mit Tori hab ich hier schon einmal niedergeschrieben, also verlier ich dazu keine großen Worte mehr.
Ich glaube, jeder Mensch, der auch nur eine Klavierstunde in seinem Leben hatte, bekommt bei Tori Amos Herzrasen. Frau Amos hat viele gute Alben aufgenommen, warum nun gerade dieses?
Dieses Album ist, wie später herauskam, in einer Zeit aufgenommen worden, in der Tori Amos zwei Fehlgeburten zu verarbeiten hatte. Schon ihr erstes Album verarbeitete mit ihrer Vergewaltigung die nicht so rosigen Kapitel ihres Lebens (furchtbarer Satz, oder? Dieses "verarbeiten" klingt immer nach so "Sarah Conner verarbeitet in 'Sexy as Hell' die Trennung von Ehemann Marc'-mäßig...ich wisst schon, was ich meine).
Gerade solche Schicksalsschläge scheinen in einigen Musikern ein unglaubliches Maß an Kreativität herauszuholen, dass es schon fast pervers ist. "Boys for Pele" ist ein Meisterwerk, keine Frage. Es ist eines der eher düsteren, schwerer zugänglichen Alben von Tori Amos. Und wer sonst macht aus einem eher unbeschwert klingendem Songtitel wie "Doughnut Song" etwas so Trauriges?
Und: "We both know it was a Girl / back in Bethlehem".

Zum Weiterhören: "From the Choirgirl Hotel", entstanden nach Tori Amos' zweiter Fehlgeburt. Etwas elektronischer, fast genauso gut.

Fortsetzung folgt. Jetzt stürzt erstmal mein PC ab.

Samstag, 7. März 2009

Einmal um die Welt in wenigen Sekunden

Oder auch: Der Schnelldurchlauf.

Wenn man in kurzer Zeit relativ viele Tonträger kauft (wegen Sonderangeboten, wegen "Oh mein Gott, ich brauch dieses Album JETZT!", wegen spontaner Verliebtheit in eine Band/einen Musiker...), kann es schnell passieren, dass dabei ein eigentlich gutes Album auf der Strecke bleibt. Es wird einmal gehört, mehr oder minder aufmerksam, dann vielleicht noch ein zweites Mal. Dann widmet man sich den anderen neuen Alben zu. Wo soll man aufhören, anfangen, weitermachen?

Deshalb hier ein paar Worte zu einigen Alben, denen ich bereits mehr Zeit gewidmet habe.

Shugo Tokumaru - Exit
Shugo Tokumaru wird gerne als 'Multi-Instrumentalist' bezeichnet. Und ja, er mag sie definitiv. Instrumente in allen Formen und Farben, sei es Gitarre, Ukulele, Melodica oder Teremin.
"Exit" ist sein drittes Album und das erste, welches ich von ihm hören durfte.
Was er auf diesem Album schafft ist in erster Linie Songwriter-Pop. Nun wäre ich bei Songwriter-Pop aus Japan in erster Linie skeptisch. Der werte Shugo scheint da ähnlich zu denken, schließlich verpackt er seinen unschuldigen Songwriter-Pop in vielen Schichten aus Folk, Electronica und haufenweise Instrumente (womit wir wieder beim Thema "Wrapping Culture" wären -dingdingding).
In einer sehr netten Review dieses Album bei jrawk.com sprach der Autor davon, dass man von all diesen Instrumenten schnell überfordert sein kann. Meines Erachtens passt es jedoch in den wunderbar überschwänglichen Stil, den Shugo Tokumaru selbst den ruhigeren Stücken des Albums irgendwie aufdrückt.
Klar, würde man probieren, all die Schichten unter denen der Pop versteckt wird aufzudröseln, kann das anstrengend enden und wird nerven. Aber vielleicht will man das alles ja auch einfach mal als ganzes hinnehmen und genießen.
Vorallem bei ersten Track (und der ersten Single) "Parachute" passiert gleichzeitig soviel und doch bekommt man den Eindruck, es wäre einfach 'nur' ein perfekter quirky Popsong...für mich war dieser Song zumindest ein einschlägiger Grund, das Album zu kaufen. Wer diesen Song hört und davon keine gute Laune bekommt ist wirklich eine harte Nuss - es sei denn betreffende Person findet den Instrument-Overkill einfach nur anstrengend.
Zudem befinden sich auf diesem Album - natürlich - auch zwei reine Instrumentalstücke, wobei der fehlende Gesang hier kaum auffällt, da sich die Stücke nahtlos in den Rest des Albums einfügen.

Feist - The Reminder
Wie lange habe ich mich doch dagegen gewehrt diese Dame gut zu finden. Schließlich findet alle Welt sie gut...die Indie-Szene, Jazz-Fans, Brigitte-Leserinnen. Ihre Songs werden in Werbespots genutzt und laufen gerne in Supermärkten, in Friseursalons und bei New Yorker.
Wenn man möchte, kann man allerhand Gründe finden, einen großen Bogen um Leslie Feist zu machen.
Ihr Album "Let it die" von 2004 war mir bekannt und ich fand es eigentlich nur langweilig (mit Ausnahme von "Mushaboom" und "One evening" versteht sich, das sind so die Songs die von Musikredakteuren gerne als "unwiderstehlich" bezeichnet werden - und sie haben hierbei vollkommen recht), trotz der bemerkenswert angenehmen und schönen Stimme.
Zugegeben, auch bei "The Reminder" waren die ersten beiden Singles mehr als gut gewählt - es waren die typischen Songs, gegen die sich niemand wehren konnte (ging bei "1234" auch schlecht...).
Einen besonderen Anlass, mir schließlich doch das Album zu kaufen gab es nicht. Ich hatte Lust auf Frauenmusik, auf die beiden Singles und der Preis war unverschämt niedrig. Also, warum nicht?
Und jetzt, einige Wochen später muss ich gestehen: Ich bin positiv überrascht.
Warum? Das Album platzt nicht vor Innovation, es ist überproduziert bzw. seltsam produziert(zumindest klingt die Stimme über meine Kopfhörer sehr gedämpft und die Instrumente oft viel zu laut), und wenn man die Hoffnung auf ein verstecktes Broken Social Scene-Album gehabt hat, wird man auch enttäuscht (wobei ich finde "Past in present" hätte sich wunderbar auf einem Broken Social Scene-Album gemacht).
Es ist ganz einfach: Dieses Album tut einfach gut.
Man kann dabei laut mitsingen, man kann es laut und per Kopfhörer hören, man kann es nebenbei hören aber auch konzentriert hören...
Selbst an das mich zu Anfang unheimlich nervende "I feel it all" hab ich mich gewöhnt (aber ich skippe es trotzdem gerne...) und auch an die Produktion.
Es ist ein schönes Popalbum mit gelegentlichen Ausreißern nach oben, gerade wenn es ein bisschen in Richtung Broken Social Scene geht oder ein Song mal ein bisschen aus dem Rahmen fällt (wie "Sealion"). Und warum sollte schlicht schön nicht auch einfach mal gut bedeuten?

ClickClickDecker - Den Umständen entsprechend
Einer meiner liebsten deutschen 'Songwriter' hat nun also ein Bandalbum aufgenommen. Zudem scheint er auch textlich gesehen mal mehr auf den Punkt zu kommen als früher. Und sein gelegentliches (aber dezentes) Elektrogefrickel lässt er auch nicht sein.
Und, wie finden wir das? Also, ich find's gut.
Nach wie vor stehen die Texte für mich mehr im Vordergrund als die Musik. Die bleibt - mit oder ohne Band - typisch Click. Eben deutscher Songwriter-Indie-Kram mit Elektrogefrickel.
Und die Texte gehen wie immer direkt in Kopf und Herz. Vielleicht nehmen sie mittlerweile den etwas direkteren Weg in Richtung Herz, als erst den Umweg über den Kopf zu gehen.
Ehrlich gesagt bin ich viel zu emotional in dieses Album involviert, als dass ich ein paar interessante Worte dazu verlieren könnte.
In dem Sinne - "Hier mein Herz, bitte sehr."

Freitag, 28. März 2008

Fangirlie-Eintrag, bitte ignorieren!

Heute wurde auf einem Radiosender, dessen Namen ich nicht nennen möchte, die neue Single von Phantom Planet gespielt.
Ihr Name ist "Do the panic".
Und was soll ich nun dazu groß sagen?
Meine spontanen ersten Gedanken beim Hören (sic!):

OHMEINGOTTOHMEINGOTTESISTSOSUPERPHANTOMPLANETOHNETHEDAVOR!
GANZWIEDIEALTENYAAAAYTOLLTOLLTOLLWOOHOO!

Gedanken in geordneter Form:
- "Das ist SO 2002!"
- "Na, die Schrammel-Gitarren können sie nicht lassen, was? Aber immerhin nicht so übertrieben."
- "Claphands! Und...da schnipst wer mit der Fingern! Das ist SO "The Guest"!"
- "Haha, Alex Greenwald macht das herrlich."
- "Warum kommt mir das so bekannt vor?"

Warum mir das so bekannt vorkam, hab ich schnell festgestellt: Es ist ein alter Song, neu aufgenommen. Für einen Moment hab ich alle Hoffnungen wieder verloren, dass Phantom Planet endlich die Strokes-Gitarren wieder weggesperrt haben und stattdessen wieder im Sonnenschein auf Wiesen jammen...aber ich hörte, das ganze neue Album soll eher in die Richtung der Single gehen.
Die Single stammt aus einem Fanclub-Only-Release soweit ich weiß, eine Mischung aus Bootleg und B-Seiten. Außerdem war sie, in der Live-Version, B-Seite auf der "California" Single von 2002 (ja, ich besitze diese Single und auch die 2005er-Version!).
Einen alten Song als neue Single rauszuhauen, als Tease auf's neue Album ist irgendwie nicht das Wahre...aber Phantom Planet dürfen das, denn die neue Version ist toll (auch wenn die eine typische Guest-Gitarre der Live-Aufnahme durch die Strokes-Gitarre ersetzt wurde, aber wie gesagt, ist nicht so extrem, ist viel eher 2002 als 2004/2005), man hört Alex Greenwald an, wieviel Spaß er beim Singen hatte - und der Song ist so oder so großartig. War er schon immer und ist er noch.

Fazit: Auch wenn es ein alter Song ist und ich natürlich gern mal was ganz neues gehört hätte - erstmal freu ich mich so oder so einfach tierisch, mal wieder was von den Herren zu hören. Außerdem, wenn diese Single maßgebend für den Sound von "Raise the dead" ist...dann kann's nur gut werden. Hach.

Dienstag, 4. März 2008

...

"in gläsernen schuhen tanzt es sich eher beschissen"


Manchmal hört man ClickClickDecker und denkt, der eigene Körper sei eigentlich nur dazu da, sich Textzeilen eintätowieren zu lassen.

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